- Record Label: Hot Action
- Country Of Release: EU
- Year Of Release: 2012
Nach langjähriger Pause das dreizehnte Album der Berliner – humorige Texte und schmissige Melodien für Millionen.
Unverb. Preisempf.: EUR 21,32
Amazon Preis: EUR 13,50
Nach langjähriger Pause das dreizehnte Album der Berliner – humorige Texte und schmissige Melodien für Millionen.
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DAS ENDE ist noch nicht vorbei – Hat es überhaupt angefangen?,
Die – achwasweißichwievielte – »Die Ärzte«-Platte, »auch«, erschien am 13. April 2012, einem Freitag den 13ten. Ein schlechtes Zeichen? Gewiss nicht.
Seit »Jazz ist anders« sind fünf Jahre vergangen. Fünf Jahre, in denen die selbsternannte beste Band der Welt wohl genug Zeit hatte, sich auf ihre wesentlichen Elemente zu konzentrieren, sich ein wenig voneinander zu entfernen und nun, 2012, wieder aufeinander zu treffen.
Zur Verpackung an sich: Die CD wird mit einem Spielfeld geliefert, inklusive drei Kronkorken mit den Initialen B, F und R. Wie man die aus Berlin (aus Berlin) kommende Band kennt, ist es aber kein normales Gesellschaftsspiel, was dem geneigten Besitzer der CD da angereicht wird. Für dieses Spiel muss man »Hardcore« sein. Anstelle ein paar Felder vor und zurück zu springen muss man sich hier seinen Erfolg sauer verdienen: Essen kochen, Mitspieler küssen, uralte Getränke aus dem Kühlschrank exen und »Freunde« aus seinem Handyverzeichnis löschen. Kleines Manko: Die CD dient als Drehscheibe. Ich bezweifle, dass das über die Zeit hinweg besonders gesund für die CD selbst ist. Aber wie Farin Urlaub schon sagte: So kaufen die Leute halt mehrere Alben, wenn die eine CD kaputt geht. Raffiniert.
Die Schachtel an sich sieht sehr alt und abgenutzt aus, wie ein altes Brettspiel, was seit Jahren im Schrank vermodert und an das man sich irgendwann mit viel Freude zurückerinnert, wenn man es herauskramt. Selbst das Material der Verpackung ist ein wenig rauer als die normalen Pappschachteln von CDs.
Hier gibt es also wenig zu motzen, »Die Ärzte«-üblich bekommt man hier eine sehr hübsche, ansehnliche Platte für sein Geld.
Und nun wohl zu dem Wichtigsten, der Musik:
»Auch« ist ein aus 16 Tracks bestehendes Wunderwerk der guten Laune. Ohrwurm trifft auf Ohrwurm, besonders Farin Urlaub trumpft, wie eh und je, auf dieser Platte mit seinen fetzigen Pop-Songs wie »M&F« auf, die einem im Kopf bleiben und wahrscheinlich auch nie wieder verschwinden werden. Das ansonsten sehr rocklastige Album lebt von seiner Energie und dem Spirit, der nie enden wollenden Experimentierfreudigkeit der »Die Ärzte« und der Lebenslust, die durch jeden Song transportiert wird. Das Album ist insgesamt sehr homogen, und die gerecht aufgeteilten Tracks, bei dem jeder ein etwa gleich großes Stückchen vom Kuchen abbekommt, sind ein weiteres Sahnehäubchen.
Neben Farin Urlaub, der wahrscheinlich, selbst wenn er wollte, keinen schlechten Track zustande bringen könnte, trumpft auch Rodrigo hier sehr stark auf. Hielt ich seine Songs in der Vergangenheit größtenteils nur für nettes Beiwerk, gehört mein Lieblingslied auf der Platte, »Sohn der Leere«, ihm. Seine übrigen, eher ruhigeren Songs bremsen die hohe Geschwindigkeit der Platte ein wenig aus, tun dem Gesamtwerk allerdings gut.
Auffällig an dieser Stelle: Es gibt keine Ballade auf der Platte. Das finde ich in so weit schade, als dass ich das Album im Ganzen als etwas zu schnell empfinde und es mir anstrengend wird, die ganze Tracklist mehrfach hintereinander zu hören, auch wenn alles gut aufeinander abgestimmt ist. Ein, zwei Oasen der Ruhe wären nett gewesen.
Aber dann kommt er, der Grund, warum dieses Album nur vier Sterne erhält: Bela B. Was diesen einst so großartigen Musiker in den letzten Jahren reitet, weiß ich nicht, jedoch scheint er sich für mich immer mehr von der bewerten »Ärzte-Formel« abzuwenden. Nichts gegen Innovation, aber sein Sound erinnert immer mehr an Schlager, womit ich persönlich so gar nichts anfangen kann. Auf »Jazz ist anders« war das »Bela-Problem« ein Ähnliches, und auch sein zweites Solo-Album gab mir kaum noch etwas – Deshalb ist es wohl kein Wunder, dass mir seine Werke auf »auch« auch (Ha!) kaum gefallen haben. Bei dem Text von »Miststück« bekomme ich ein sehr unschönes Gefühl, »Bettmagnet« kann auch kaum überzeugen und das Oktavengehüpfe bei »ZeiDverschwÄndung« ist kaum ertragbar. Einziges Licht (am Ende des Sarges) ist »Das darfst du«, wo die alte Arroganz des Grafen kurz mal hervorsticht und einen an die gute, alte Zeit erinnert.
Insgesamt gesehen also ein schnelles, befriedigendes Album mit einigen Low- und vielen, vielen Highlights. Von mir aus hätte man nach Track 11 das Album aufhören lassen können, dann wäre es wahrscheinlich fast rundum perfekt geworden, aber es gibt natürlich auch Leute, die auf »Cpt. Metal« und »Die Hard« kaum verzichten möchten.
Inhaltlich halten sich die »Die Ärzte« nach wie vor in der Waage. Hier mal eine Prise Selbstironie, dort ein wenig Gesellschaftskritik, aber immer originell und ohne großes, alle Alben durchziehendes Schema. »Die Ärzte« mögen zwar nicht die inhaltlich tiefste Band der Welt sein -…
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| Kommentar als LinkIch hab nichts besseres zu tun als die erste DIE ÄRZTE Rezension zu schreiben ;o),
“Sei Punkrock. Trink das älteste Getränk aus deinem Kühlschrank auf ex”.
So steht die erste Anleitung auf dem schönen bunten Würfelspiel, welches sich in der Pappschachtel neben der neuen DIE ÄRZTE-CD “auch” befindet.
Dieser Anweisung wird natürlich nicht gefolgt. Das älteste Getränk im Kühlfach ist ein tschechisches Bier aus dem Jahr 1991. Wenn ich das trinke falle ich tot um und die Rezension wird nicht beendet. Das Zeug überlebt auch der härteste Punkrocker nicht.
Das Spiel wird wohl für Wirbel sorgen, denn neben regulären Feldern wie “Noch mal würfeln” oder “2 Felder zurück gehen” gibt es auch Aufforderungen wie zum Beispiel in 10 Minuten Essen für einen anderen Mitspieler zu kochen. Ein Bekannter kommentierte das Spiel bereits mit: “100 % besser und spannender als Monopoly.”
Beigefügt sind dem “auch”-Spiel drei Kronkorken wo jeweils ein B, ein R oder ein F (was könnte das bloss bedeuten?) drauf prangt. Auf der Rückseite des Spielplans befinden sich alle Texte des neuen Albums sowie verwittert wirkende Fotos von den drei gut aussehenden und rockenden Herren Bela, Farin & Rod aus Berlin (aus Berlin!)
Verwittert wirkt auch die Pappschachtel wo CD und Spiel drin sind: die weißen Stellen sehen schon beim Auspacken etwas fleckig und verranzt aus, so als hätte das Album einige Jahre in einem Second-Hand-Laden sein Dasein in einer etwas schmuddeligen Ecke gefristet (was “in echt” mit so einer Platte natürlich nie passieren wird). DIE ÄRZTE haben sich bei der Verpackung selbst übertroffen. Ich war gespannt ob es noch besser werden kann als bei “Jazz ist anders” (Pizzaschachtel) oder “Unsichtbarer” (hellblaue Plüsch-Tasche). Es IST besser!
Ach ja, warte mal…da ist ja auch noch Musik drin. Hatte ich beinahe übersehen…sechzehn Tracks gibt es dieses Mal, und sie hören sich so homogen wie selten an. Die Songs sind ungefähr gerecht verteilt zwischen den Dreien, bei sechzehn Liedern ist das “ungefähr” angebracht. Dem Vernehmen nach gab es dermassen viel Song-Material, das die Band sich erst mal ein Lied von Jedem ausgesucht hat was auf jeden Fall auf die Scheibe soll, dann noch mal drei und so weiter. Irgendwann stand auf diese Weise die Trackliste.
Song- und stiltechnisch betrachtet sind DIE ÄRZTE open minded und verspielt wie selten zuvor. Neben Schlagzeug Bass Gitarre gibt es sogar vereinzelt Synthies und uff….Geigen (!) zu hören. Die meisten Lieder haben heftige Ohrwurm-Qualitäten. Punk ist die lockere Klammer, von dort aus wird in alle Richtungen experimentiert.
Was mehr denn je vertreten ist: es gibt keine sich selbst schmückende Betroffenheit in den Texten, keine Bekehrungsversuche und keine Welterklärungs-Modelle.
Stattdessen werden Geschichten erzählt die einen bei der Stange halten: Was ist mit dem Tamagotchi aus dem Müll? Welche Folgen hat der Waldspaziergang? Gibt es wirklich etwas besseres als DIE ÄRZTE zu hören? Wird der junge Mann sich eines Tages von seinem “Fiasko” befreien können? Behält der Bett-Magnet letztendlich die Macht?
Farin’s “Ist das noch Punkrock” ist ebenfalls ein Lied welches auch aufgrund des Inhalts hängen bleibt. Bei dem stets etwas heiklen Thema wird textlich genau der richtige Ton getroffen. “Miststück” ist wunderbar, auch weil Bela mit seinem Gesang im Refrain in eine etwas fiese Rolle schlüpft. Rod’s Ohrwurm “Das finde ich gut” ist ein textliches Mysterium und hört Poltergeist-mässig auf: “Geh einfach ins Licht!” Überhaupt sind Rod’s Lieder dieses Mal stark ausgefallen – nur schade das “Quadrophenia” auf der B-Seite der ersten Single gelandet ist – es wäre einer der besten Tracks dieses Albums.
Nicht zuletzt durch den Track “TCR” bei dem gleich mehrere Stilrichtungen flott aus dem Ärmel geschüttelt werden ist zu merken mit welcher Kompositions- und Spielfreude DIE ÄRZTE bei “auch” ans Werk gegangen sind. Spannend wird es sein welche Lieder als Single veröffentlicht werden. Im Grunde genommen ist jeder Beitrag ein Kandidat.
Die Vorfreude auf die bereits beinahe komplett ausverkauften Konzerte und Festivals im Sommer ist nun noch größer geworden. DIE ÄRZTE haben mal wieder ein hervorragendes Album am Start. Mal sehen ob sie auch der angekündigten Pause zurück kommen und uns noch ein paar tolle Alben servieren werden…
)
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| Kommentar als LinkA great album worthy of this great band,
I have got to be among Die Aerzte’s biggest American fans; I’ve been waiting for this album for what feels like eons. The first day the songs became available, I listened to all of them non-stop for several hours! It was probably unhealthy for me to do so, but I wanted to fully digest and experience the album. And I’m so glad I did!
Unlike previous albums, I didn’t leave this album feeling like there were only a few songs that stood out. With Jazz ist Anders, I really only loved a couple of songs. This album, though, is pretty consistently great. I prefer some songs to others, of course, but there is not a single song on this album without redeemable qualities. So it may not be the best album ever (hard to beat albums like “13″ and “Planet Punk”, but I think it’s very well-balanced. The sounds are fairly diverse too, from rock/metal to disco and pop.
All in all, I couldn’t be much happier! I can’t wait to see them live this summer (I’m flying to Germany to see them!).
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